Ein kleiner Leitfaden zum Räuchern!

In meinem Beitrag „Die 3 Stufen des Räucherns“ habe ich dir beschrieben, wie du deine Räume reinigen, harmonisieren und mit unterstützenden Energien für dich wieder aufladen kannst. Hier soll es nun um den eigentlichen Prozess des Räucherns gehen:

Du kannst an der Auflistung schon erkennen, dass dies ein etwas längerer Beitrag als sonst werden wird … also legen wir gleich los!

 

Vor dem Räuchern

Bereite deinen Raum vor:

Geh vor dem Räuchern nochmal durch deine Räume. Gibt es noch etwas aufzuräumen? Es muss nicht gleich eine Entrümpelungs-Aktion sein, aber die Räume sollten genau die Ordnung haben in der du dich – wenn du ehrlich bist – wohl fühlst.

Wann hast du das letzte Mal so richtig ausgiebig gelüftet? Frische Luft kann bereits erste ungute Energien im Raum mit sich nehmen und für den ersten frischen Wind sorgen.

Achte danach darauf, dass Türen und Fenster, geschlossen sind. Evtl. magst du schon vor dem Räuchern putzen, spätestens aber nach der ersten Stufe – dem Clearing – solltest du auch auf der materiellen, anpackbaren Ebene reinemachen.

 

Bereite dich vor:

Stelle dich auf das Räuchern ein. Meditiere evtl. vorher und spüre hinein, ob es noch etwas braucht, damit du dich beim Räuchern so wohl wie möglich fühlst.

 

Wähle eine hitzebeständige Unterlage:

Wo möchtest du starten? Am Tisch oder im Schneidersitz am Boden, … ? Beachte, dass je nach gewähltem Räuchergefäß die Wandung sehr heiß werden kann!

Ich benutze meist meinen Räucherpokal, da ich diesen gut am langen Fuß halten und damit durch die Räume und in jede kleine Ecke laufen kann.

Vor allem bei dünnwandigeren Gefäßen solltest du eventuell mehr Räuchersand einfüllen und dir vielleicht Topflappen zum Schutz deiner Händer bereit legen.

 

Vermeide Störungen:

Schalte dein Handy aus. Schau, dass Kinder und evtl. Haustiere versorgt und ausser Haus sind … oder lass sie mitmachen.

Schaffe dir einen möglichst ruhigen Rahmen, damit deine Aufmerksamkeit während des Räucherns bei deinen Räumen bleiben kann.

Und denke daran, dass deine Räume DICH spiegeln. Alles was du Gutes für deine Räume tust, tust du auch für dich!

 

Nimm dir ausreichend Zeit für dich und die Räucherung!

Eine komplette Räucherung nach den 3 Stufen – Reinigung, Harmonisierung, Energetisierung – kann schon mal 1-2 Stunden dauern. Und gerade, wenn du noch nicht so viel Erfahrung und Routine mit dem Räuchern hast, solltest du mehr Zeit für dich und deine Räume einplanen.

 

Richte das Material, das du verwenden möchtest …

 

Räuchergefäße und Zubehör:

Räuchergefäße und Räucherschalen:

Räuchergefäße und Räucherschalen gibt es in den unterschiedlichsten Formen, Materialien und Größen, zum Schwenken, als Pokal, mit oder ohne Deckel, schlicht oder ornamental verziert.

Für den Anfang tut es auch eine einfache kleine Keramikschüssel, mit sauberem (!) Sand gefüllt.

Wenn du deine Räucherung als zeremonielle Handlung betrachtest und ihr einen entsprechenden Rahmen geben möchtest, habe ich dir hier ein paar hübsche Beispiele für Räuchergefäße eingefügt. Da ist für jeden Geschmack und Wohnstil was dabei:

Räuchersand und Räucherkohle guter Qualität:

Beim Kauf deines Räuchermaterials solltest du nicht knausern. Gerade bei der Räucherkohle kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass es wirklich nervig sein kann, wenn die Kohle bereits kurz nach dem Entzünden immer wieder aus geht …

Hier ein paar Einkaufsvorschläge:

Wenn du Einsteiger beim Thema Räuchern bist, empfehle ich dir mit nur wenigen Räucherzutaten zu starten. Teste erst einmal, ob das Räuchern überhaupt etwas für dich ist, bevor du dir teures Räucherzubehör zulegst.

 

Das Räuchern

Reinige das von dir gewählte Räuchergefäß evtl. vor dem Räuchereinsatz nochmal gründlich und fülle dann den Räuchersand ein, so dass der Boden gut mit Sand bedeckt und somit vor der Gluthitze der Räucherkohle geschützt ist.

Ausserdem hält der Sand die Hitze im Gefäß und sorgt für bessere Belüftung der Kohle.

Zünde nun die Räucherkohle an. Die meisten im Handel erhältlichen Kohlen sind mit einem Schnellzünder versehen. Das bedeutet, du kannst die Räucherkohle einfach mit einem Feuerzeug oder einer Kerze entzünden. Am besten hältst du sie mit einer Räucherzange fest, um dir deine Finger nicht zu verbrennen. Der Schnellzünder zieht dann mit kleinen roten Fünkchen durch die ganze Kohle. Lege jetzt die Räucherkohle in dein mit Sand vorbereitetes Räuchergefäß.

Nun heißt es erst einmal warten!  So, wie du beim Grillen auf die richtige Glut wartest, gilt es bei der Räucherkohle zu warten, bis sich eine Ascheschicht auf der Kohle gebildet hat. Diese Schicht ist sehr wichtig, da erst dann die Kohle die richtige Temperatur zum Räuchern hat. Erst mit der richtigen Temperatur können die einzelnen Räuchermischungen und Harze ihre Wirkung und ihren Duft am besten entfalten.

 

Räucherware

In der Regel genügt ein Räucherlöffel voll mit Räucherwerk für eine optimale Wirkung und Entfaltung der Duftstoffe.

Räucherkräuter und Hölzer verbrennen mit der Zeit, Harze verdampfen förmlich und lösen sich meist komplett auf. Lasse deine Räucherware so lange auf der Kohle, so lange es gut riecht. Sobald es unangenehm oder vielleicht etwa angekokelt riecht, nimm die Reste von der Kohle. Du kannst hierzu die Zange oder auch einen Löffel benutzen.

Solange die Kohle noch glüht kannst du jedes Mal nachlegen, natürlich auch unterschiedliche Kräuter, Harze oder Mischungen hintereinander. Du kannst hier im Grunde nichts falsch machen!

Gerade bei der ersten Räucherungs-Stufe, der Reinigung, solltest du ruhig großzügig beim Portionieren und Wiederholen sein.

 

Harze

Mein absoluter Favorit unter den Harzen ist das Styrax. Das wohlriechende Naturharz zählte bereits in der Antike zu den wichtigsten und begehrtesten Räuchermitteln. Sein Rauch riecht sehr süßlich und wirkt entspannend und beruhigend.

Ein Klassiker und bekannt aus jeder katholischen Kirche ist das Olibanum… der Weihrauch (althochdeutsch wîhrou[c]h = heiliges Räucherwerk).

Mein allzeit bereites Harz für Reinigungen jeglicher Art ist der Kampfer!

Hier meine Räucherharz-Einkaufsvorschläge für dich:

Für Einsteiger sind vielleicht auch kleinere Probiersets interessant. Damit kannst du in unterschiedliche Duftharze reinschnuppern, ohne gleich große Dosen kaufen zu müssen. Die hübschen Sets nutze ich auch gerne als Geschenk an liebe Menschen.

 

Kräuter

Bei den Kräutern, wie auch bei den Harzen solltest du auf eine gute Qualität achten. Selbstverständlich kannst du dir auch deine Kräuter aus dem Garten selbst trocknen und als Räucherware testen.

Hier habe ich dir mal ein paar beispielhafte Kräuter gelistet:

Leckereien aus der Pflanzenwelt – die meisten können auch als Tee zubereitet werden – findest du z.B. hier:

Kräuter eignen sich hervorragend zum Erstellen von Mischungen. Du kannst diese selbst nach deinen Vorlieben und Bedürfnissen zusammenstellen. Hochwertige Räuchermischungen gibt es aber z.B. auch bei Räucherwiese:

Hübsche Sets mit Schalen und unterschiedlicher Räucherware für Einsteiger gibt es bei Fumaga:

 

Wurzeln, Hölzer & Co.

Direkt vor deiner Haustür findest du noch viele weitere Räuchermeister, wie Birke, Buche, Wacholder …

Wenn du nicht selbst pflücken, schnitzen und schälen möchtest, findest du hier ein paar der gängigsten Räuchermaterialien von Busch und Baum auf einfacherem Weg:

 

Informationen zur Wirkungsweise verschiedener Räucherkräuter, Harze & Co. erhältst du als Abonnent meines Newsletters z.B. in meinem Rauhnacht-Special von 24.12.17-06.01.18. Die dort beschriebenen Räucherwaren habe ich in meinem Beitrag „Nützliches für die Rauhnächte“ zusammengefasst.

 

Wie oft wird geräuchert?

Der Erfahrung nach, erhöht ein Wiederholen des Räucherungsprozesses innerhalb von drei Wochen die Wirkung erneut. Damit hast du dann eine solide Basis an guter Energie in deinen Räumen geschaffen. Du wirst spüren, was sich verändert und wie du mit jedem Räuchern versierter und sicherer bei der Wahl des Räuchermittels wirst. Das wichtigste jedoch ist, dass du Spaß dabei hast!

Wähle vor allem das Räucherkraut für den letzten Schritt, die Energetisierung und Aufladung deiner Räume, nach deinem Geschmack aus. Hier darf es so gut und förderlich für dich wie nur möglich duften!

 

In der Regel spürst du selbst am besten, wann es wieder Zeit ist deine Räume zu reinigen.

Rauhnächte und Frühjahrsputz sind perfekte Zeitpunkte für fixe Räuchertermine im Jahr. Die Energien in dieser Zeit werden durch das unterstützende Räuchern optimal begleitet.

Aber auch so kannst du immer wieder mal zwischendurch kürzere Räucherungen durchführen oder dich damit aus unschönen Gemütslagen herausholen. Bei Traurigkeit (Styrax, Sandelholz, Johanneskraut, Orangenschale) und Müdigkeit (Rosmarin) z.B. kann eine Räucherung wieder Heiterkeit und Schwung in dein Leben bringen.

 

Ich wünsche dir ganz viel Freude beim Ausprobieren!

 

Bitte beachte, dass ich die Amazon-Links nicht selbst testen konnte. Ich habe die Produkte nur aufgrund des vorliegenden Angebotes prüfen können und auf deutsche Anbieter geachtet, soweit möglich. Gerade bei tibetischer und indischer Ware kommt diese häufig aus dem Ausland. Bitte gehe mit den Links – wie auch bei allem anderen in deinem Leben ;) – eigenverantwortlich um und entscheide bewusst, wo und welchen Artikel du für dich wählen möchtest. Ich kann keine Verantwortung für externe Links übernehmen.
Bei Fragen stehe ich dir gerne zur Verfügung.
Selbstverständlich kann eine Räucherung bei tiefgreifenderen Beschwerden (z.B. Depression und andere Erkrankungen) keinen Arzt, Therapeuten oder Heilpraktizierenden ersetzen.

 


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